Das Online-Informationssystem E-TASC hilft, die nachhaltige Beschaffung in der ICT-Branche zu fördern.
Zur Umsetzung der Nachhaltigen Beschaffungsstrategie der Deutschen Telekom arbeiten die CR-Abteilung und der Konzerneinkauf eng zusammen. 2007 wurde dazu eine gemeinsame Arbeitsgruppe etabliert, die Sustainable Procurement Working Group (SPWG). Ihr Ziel ist es, über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg soziale und ökologische Mindeststandards sicherzustellen. Diese sind in der Sozialcharta der Deutschen Telekom festgelegt, die für alle Lieferanten der Deutschen Telekom sowie deren Lieferanten verpflichtend gilt. Ob und wie diese Regeln eingehalten werden, davon überzeugen wir uns stichprobenartig vor Ort in sogenannten "Social Audits".
Das Online-Informationssystem E-TASC hilft, die nachhaltige Beschaffung in der ICT-Branche zu fördern.
Das Online-Informationssystem E-TASC hilft, die nachhaltige Beschaffung in der ICT-Branche zu fördern.
Social Audit Prozess
Im Social Audit prüft die Deutsche Telekom direkt an den Produktionsstandorten ihrer Lieferunternehmen die Arbeitsbedingungen sowie die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards. Werden in den Betrieben Mängel festgestellt, überführt die Deutsche Telekom diese in einen entsprechenden Korrektur- und Maßnahmenplan. Dieser wird in enger Zusammenarbeit mit den Lieferanten innerhalb einer vereinbarten Frist umgesetzt.
E-TASC
Wichtiges Instrument der Nachhaltigen Beschaffung bei der Deutschen Telekom ist das Online-Lieferanten-Informationssystem E-TASC (Electronics-Tool for Accountable Supply Chains). Diese webbasierte Anwendung erfaßt Selbstauskünfte der Lieferanten zum Thema Nachhaltigkeit. Dabei geht es um die Themenfelder Menschenrechte, faire Arbeitsbedingungen, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Umweltschutz. Die Deutsche Telekom war an der Entwicklung von E-TASC maßgeblich beteiligt.
Transparenz und Eskalation
E-TASC ermöglicht es der SPWG umfangreiche Informationen über die Performance der wichtigsten Lieferanten sowie potentieller Risikolieferanten zu erfassen. In das System fließen unter anderem Informationen aus Selbstauskünften, Audits, Lieferantenworkshops sowie Berichte von NGOs ein. Diese werden ausgewertet und den Einkäufern der Deutschen Telekom zur Verfügung gestellt. Verweigern sich Lieferanten Informationen bereitzustellen, festegestellte Mängel zu beseitigen oder halten sie den Terminplan für die Umsetzung von Maßnahmen nicht ein, so wird ein festgelegter Eskalationsprozess eingeleitet. Die Konsequenzen für die betroffenen Lieferanten können dabei bis zur Beendigung der Zusammenarbeit reichen.
Qualifizierung zum Thema Nachhaltigkeit
Die Deutsche Telekom stellt nicht nur hohe Anforderungen an ihre Lieferanten, sie fördert auch ihre Weiterentwicklung in Fragen der Nachhaltigkeit zum Beispiel durch Lieferantenworkshops zu Themen wie Energieeffizienz oder nachhaltige Produktentwicklung. Auch die Unterstützung des Projekts "Switch China" zur Qualifikation 500 kleiner und mittelständischer Unternehmen in China zum Thema Nachhaltigkeit ist Bestandteil unserer Qualifizierungsstrategie für Lieferanten. Darüber hinaus fördern wir den Aufbau von Nachhaltigkeitskompetenz bei den Einkäufern als Schnittstelle zu den Lieferanten: 2008 haben wir einen Online-Trainingskurs für Einkäufer gestartet, den mittlerweile bereits fast 500 Einkäufer erfolgreich absolviert haben.
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Nachhaltige Lösungen der Informations- und Kommunikationstechnologie.
